Die Nachfrage nach Wohnimmobilien in den USA bleibt unter Druck, da die Zinsen nahe den Höchstständen verharren.
Der US-Wohnungsmarkt wird weiterhin von den Kreditkosten belastet, auch wenn die Angebotsseite in einigen Bereichen Resilienz zeigt. Die neuesten Daten deuten auf einen Markt hin, in dem die Erschwinglichkeit den größten Schaden für die Nachfrage anrichtet, während die Bauherren weiterhin in ausgewählten Segmenten Bestände aufbauen.
Die durchschnittlichen 30-jährigen Festhypothekenzinsen stiegen am 16. Juli 2026 auf 6,55%, so Freddie Mac, was dem Bericht von Bloomberg entspricht, dass der Zinssatz auf dem höchsten Stand seit August 2025 war. Dies folgte auf schwächere Verkäufe bestehender Häuser, einen unerwarteten Rückgang der Verkäufe neuer Häuser und einen Rückgang des Bauherrenvertrauens auf den niedrigsten Stand des Jahres.
Die Daten
Das klarste Signal ist, dass Käufer durch die Finanzierungskosten eingeschränkt bleiben. Freddie Mac berichtete, dass die Hypothekenzinsen hoch blieben, während die NAR meldete, dass die Verkäufe bestehender Häuser im Juni 2026 gefallen sind. Bloomberg berichtete auch, dass die Verkäufe neuer Häuser unerwartet zurückgingen, trotz Anreize für Bauherren.
- Durchschnittliche 30-jährige Festhypothekenzinsen: 6,55%
- Das Bauherrenvertrauen fiel auf den niedrigsten Stand von 2026, wobei die NAHB für Juli einen Wert von 34 berichtete
- Die US-Baubeginne stiegen aufgrund einer Erholung im Mehrfamilienbau
Diese Trennung ist wichtig. Die Verkäufe werden auf der Nachfrageseite getroffen, aber die Baubeginne deuten darauf hin, dass einige Entwickler weiterhin genügend Mietnachfrage oder Projektwirtschaftlichkeit sehen, um voranzukommen, insbesondere im Mehrfamilienbereich.
Was es für Investoren bedeutet
Der Markt ist zunehmend zwischen eigengenutztem Wohnraum, wo die Erschwinglichkeit den Umsatz unterdrückt, und mietfokussierter Entwicklung, wo das Angebot weiterhin wachsen kann, gespalten. Für Investoren deutet dies auf eine schwächere kurzfristige Preismacht im Einstiegssegment für zum Verkauf stehende Wohnungen und einen stabileren Hintergrund für Mehrfamilienhäuser in ausgewählten Metropolen hin.
Der aktuelle Zyklus wird weniger durch einen Mangel an Angebot als durch die Kosten der Finanzierung geprägt.
Der Vergleich über die letzten Veröffentlichungen deutet auch darauf hin, dass die Nachfrageschwäche breit gefächert und nicht ereignisgetrieben ist. Wenn Verkäufe, Stimmung und Hypothekenzinsen alle in die gleiche Richtung gehen, ist die Botschaft, dass die Wohnaktivität auf einen anhaltenden Zinsschock reagiert und nicht auf eine vorübergehende Verlangsamung.
Fazit
Die Daten signalisieren einen Wohnungsmarkt, in dem hohe Kreditkosten weiterhin das Transaktionsvolumen dominieren, auch wenn die Bauherren Teile der Angebotspipeline aktiv halten.
