🏠 Die Immobilienpreise in Deutschland steigen weiter, während die Gewerbeimmobilienwerte nachlassen.
Der Wohnungsmarkt in Deutschland wird voraussichtlich bis 2027 um mehr als 3% pro Jahr steigen, auch wenn die Preise für Gewerbeimmobilien nach einem fragilen Aufschwung erneut gesunken sind. Die Trennung verdeutlicht, wie die Zinsempfindlichkeit Wohn- und Gewerbeimmobilien auf unterschiedliche Wege drängt.
Diese Spannung ist für das globale Immobilienkapital von Bedeutung, da Deutschland einer der tiefsten institutionellen Märkte Europas bleibt. Die Wohnprognose stammt aus einer Umfrage von Reuters unter Immobilienanalysten, während der Rückgang im Gewerbesektor frische Daten widerspiegelt, die zeigen, dass Büro-, Einzelhandels- und andere nicht-wohnwirtschaftliche Werte nach mehreren Quartalen der Erholung erneut an Schwung verlieren.
Die Daten
Analysten in der Reuters-Umfrage erwarten, dass die deutschen Immobilienpreise jährlich um etwa 3% oder mehr bis 2027 steigen, obwohl die Erschwinglichkeit durch höhere Finanzierungskosten weiterhin unter Druck steht. Gleichzeitig berichtete Reuters, dass die Preise für deutsche Gewerbeimmobilien erneut gefallen sind, was einen Teil einer fragilen Erholung umkehrt und die Zinsempfindlichkeit des Sektors verstärkt.
- Die Wohnpreise werden voraussichtlich bis 2027 jährlich um 3%+ steigen
- Die Gewerbewerte sind nach mehreren Quartalen mit Gewinnen erneut gesunken
- Die Erschwinglichkeit bleibt unter Druck, da die Kreditkosten hoch bleiben
Was das für Investoren bedeutet
Die Divergenz deutet darauf hin, dass der Wohnungsengpass und die Nachfrage der Haushalte einen Boden unter den Wohnwerten bieten, während Gewerbeimmobilien weiterhin dem Refinanzierungsrisiko und der Neubewertung der Kapitalisierungsraten ausgesetzt sind. Für Investoren bedeutet das, dass die Renditeerwartungen im Büro- und breiteren Gewerbesegment weiterhin neu festgelegt werden, während die Immobilienpreise weiterhin Unterstützung finden.
Der deutsche Markt bewegt sich nicht mehr als eine Anlageklasse: Der Wohnungsmarkt erholt sich aufgrund von Knappheit, während Gewerbeimmobilien weiterhin durch den Zinsschock gehandelt werden.
Der breitere Vergleich in Europa ist wichtig. Märkte mit engerem Angebot und Nachfrage von Eigentümern erweisen sich als widerstandsfähiger als solche, bei denen die institutionelle Preisgestaltung stark von den Kreditbedingungen und der Liquidität beim Ausstieg abhängt.
Fazit
Die Daten signalisieren, dass deutsche Wohnimmobilien voraussichtlich strukturell unterstützt bleiben, während Gewerbeimmobilien einem langsameren und weniger sicheren Neubewertungszyklus gegenüberstehen.
